Wer bin ich?

Reitlehrerin, studierte Philosophin, Schöngeist, Barkeeperin, Hobby-Sänger- und Malerin. Erster Pferdekontakt im Alter von 17 Jahren führte zu unerwartetem Bodenkontakt. Es war ein wildes Galopprennen im Wald. Ohne jegliche Kontrolle. Als ich wieder Boden unter den Füßen hatte, wollte ich dort vorerst bleiben.

11 Jahre später folgte ein Geburtstagsgeschenk an mich selbst: Eine Reitstunde. Sich der Angst stellen. Neues wagen. Statt Einzellonge landete ich versehentlich in einer Gruppe. Ich gab mein Bestes und fiel als Reitneuling nicht auf. Es blieb nicht bei der einen Reitstunde…

Ich begann Bücher über die Kunst des Reitens und das Wesen der Pferde zu lesen. Ich schrieb philosophische Abhandlungen über die Beziehung von Mensch und Pferd. Ich jobbte neben Studium und Kellnern in der Reitschule, um die Tiere besser kennenzulernen. Ich lernte und lerne von einer Pferdewirtschaftsmeisterin und wurde ihre rechte Hand. Ich begann Reitunterricht zu erteilen und Kurse zu geben. Ich nahm fünf Tage Urlaub vom Stall, um meine Abschlussarbeit in Philosophie zu schreiben und bestand mit einer eins.

Equilloquium ist der philosophische Dialog zum Thema Pferd (und Mensch). Philosophisch ist er, weil er nicht dogmatisch ist, sondern Denkanstöße geben soll und Raum für Zweifel lässt. Um einen Dialog handelt es sich, da ich mit meinen Lesern in Kontakt trete und ein gedanklicher Austausch stattfindet, dessen Wert in sich selbst liegt und der nicht zu einer abgeschlossenen Weltansicht überzeugen soll.